Glykol und Sole für Wärmepumpen
Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Erdwärmesonde, Erdkollektor oder PVT-Anlage arbeiten mit einem frostgeschützten Solekreis, und auch bei Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen wasserführende Leitungen im Freien gegen Einfrieren gesichert sein. Als Sole dient ein inhibiertes Glykol-Wasser-Gemisch, dessen Basis und Konzentration zur Anlage und, bei Erdwärme, zu den Auflagen der Wasserbehörde passen müssen. Auf dieser Seite finden Sie die Produktwahl je Anlagentyp, die richtige Konzentration und die Unterlagen für den Bohrantrag.
Welche Wärmepumpen brauchen Frostschutz?
Das Medium entscheidet bei diesen Anlagen über drei Dinge: Frostsicherheit, Korrosionsschutz der Anlage und die Effizienz der Wärmepumpe. Frostschutz brauchen alle Systeme, deren Kreislauf Außentemperaturen ausgesetzt ist: Erdwärmesonden und Erdkollektoren (die Sole kühlt im Betrieb unter 0 °C ab), Erdwärmekörbe, PVT-Kollektoren auf dem Dach sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen, deren Verbindungsleitungen im Freien verlaufen. Bei Stromausfall im Winter schützt nur die Sole die Anlage vor dem Einfrieren. Umgekehrt gilt: Ein reiner Innenkreislauf, etwa zwischen Wärmepumpe und Pufferspeicher im beheizten Keller, braucht kein Glykol, dort genügt aufbereitetes Heizungswasser. Die Grenze verläuft an der Gebäudehülle, und genau dort entstehen in der Praxis die meisten Frostschäden: an kurzen Leitungsstücken zwischen Außeneinheit und Hauswand, die bei der Planung als unkritisch galten.
Das passende Produkt je Anlage
Glysofor TERRA
für Erdwärmesonden und Erdkollektoren entwickelt, mit Inhibitorpaket für den langjährigen Betrieb im geschlossenen Erdkreis, als Konzentrat oder einfüllfertige Mischung.
Glysofor EVO N
wenn die Wasserbehörde eine LAWA-gelistete Flüssigkeit verlangt
Glysofor E
einfüllfertige Mischung mit -10 °C Frostschutz aus nachwachsenden Rohstoffen, wird unverdünnt eingesetzt und nicht mit anderen Produkten gemischt. Als LAWA- und NSF-gelistete Variante: Glysofor EVO E.
Glysofor N
für technische Zwischenkreise sowie Heiz- und Kühlkreisläufe, der bewährte Standard für Multimetallinstallationen.
Glysofor EVO L
wenn die Wasserbehörde eine LAWA-gelistete Flüssigkeit verlangt
Welche Konzentration braucht die Anlage?
Wichtig für die Jahresarbeitszahl: die Konzentration nicht höher wählen als nötig. Je mehr Glykol im Kreis, desto höher die Viskosität und desto mehr Energie braucht die Umwälzpumpe. Als Faustregel wird in Erdwärmesonden mit Frostschutz bis etwa -15 °C gearbeitet, maßgeblich sind die Vorgaben Ihres Bohrantrags und die Auslegung des Bohrunternehmens. Ein Rechenbeispiel: Wer statt der benötigten 30 Vol.-% vorsichtshalber 40 Vol.-% ansetzt, gewinnt 9 K Frostschutzreserve, erhöht aber die Viskosität der Sole spürbar und zahlt das über die gesamte Lebensdauer der Anlage mit Pumpstrom. Auslegen heißt hier: so viel Frostschutz wie gefordert, so wenig Glykol wie möglich.
Als Ethylenglykol Frostschutzmittel bietet Glysofor N herausragende Leistungswerte.
Erdwärmesonden und Behördenauflagen
Wer eine Erdwärmesonde bohrt, braucht die Genehmigung der zuständigen Wasserbehörde. Viele Behörden orientieren sich an den Empfehlungen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) und verlangen gelistete Wärmeträger, je nach Bundesland und Wasserschutzgebiet unterschiedlich streng. Mit Glysofor EVO N und EVO L bieten wir LAWA-gelistete Wärmeträger in WGK 1, die Unterlagen für Ihren Antrag (Spezifikation, Sicherheitsdatenblatt, Nachweis der Listung) stellen wir zusammen. In Wasserschutzgebieten gelten verschärfte Auflagen bis hin zum Verbot von Erdwärmesonden, zuständig ist die Untere Wasserbehörde des Kreises. Klären Sie die Anforderungen vor der Bestellung, dann liegt am Bohrtag die richtige Sole auf der Baustelle und der Abnahmetermin wackelt nicht.
Sole nachfüllen oder Bestandsanlage übernehmen? Erst prüfen
Verwenden Sie niemals reine Wasser-Glykol-Gemische ohne Inhibitorenausrüstung, sie wirken korrosiv. Und wenn Sie eine Bestandsanlage übernehmen oder Sole nachfüllen müssen: Erst den Zustand der vorhandenen Füllung klären. Den Frostschutzwert messen Sie mit einem Refraktometer oder Frostschutzprüfer selbst, ob die Inhibitoren noch schützen, zeigt die Laboranalyse. Unser Fluidanalytik-Labor prüft Ihre Anlagenprobe und gibt eine klare Empfehlung, ob die Füllung bleiben kann oder getauscht werden sollte.
Befüllen, Spülen, Entlüften: so kommt die Sole in die Anlage
Vor der Befüllung wird der Erdkreis mit Wasser gespült und auf Dichtheit geprüft, so verlangen es die Bohrunternehmen. Danach die Sole mit einer Befüllstation einbringen, bis der Kreis blasenfrei ist: Luft im Solekreis macht sich später als Gluckern und schwankender Anlagendruck bemerkbar und lässt die Umwälzpumpe gegen Gasblasen arbeiten. Zum Abschluss den Frostschutzwert an der Entnahmestelle messen und im Übergabeprotokoll dokumentieren, zusammen mit Produktname und Konzentration. Dieser eine Eintrag erspart Jahre später viel Sucherei, wenn nachgefüllt oder erweitert werden muss und niemand mehr weiß, was in der Anlage ist.
Verpackungsgrößen

Wir bieten folgende Gebindegrößen an:
- 25 kg / 30 kg PE-Kanister
- 220 kg PE-Fass
- 1.000 kg IBC
- 24.000 kg TKW





