Glykol in Kühlprozessen der Bierherstellung

In Brauereien läuft die Kälte über Glykol-Kreisläufe: Würzekühlung, Eiswassererzeugung, Gär- und Lagertankkühlung. Weil das Medium dort in Produktnähe arbeitet, gehört lebensmittelhygienisch unbedenkliches Glykol in den Kreislauf. Mit Glysofor L auf Propylenglykolbasis und Glysofor F, das ausschließlich aus Nahrungsmittelzusatzstoffen besteht und die NSF-HT1-Zulassung trägt, liefern wir beide Stufen aus einer Hand, vom 25-kg-Kanister für die Craft-Brauerei bis zum Tankwagen.

Würzekühlung in der Brauerei mit lebensmittelechtem Glysofor Glykol

Wo Glykol in der Brauerei arbeitet

  • Würzekühlung: In der zweiten Stufe des Plattenkühlers bringt der Glykol- oder Eiswasserkreis die Würze auf Anstelltemperatur. Hier zählen Wärmeübergang und Hygiene gleichermaßen.
  • Eiswassererzeugung: Der Glykolkreis kühlt den Eiswasserspeicher, der die Lastspitzen des Brautags abfängt. So kommt die Kälteanlage mit deutlich weniger installierter Leistung aus, als der Sudtag in der Spitze verlangt.
  • Gär- und Lagertankkühlung: Kühlzargen und Kühltaschen der Tanks werden zentral über den Glykolkreis versorgt, ebenso Drucktank- und Fassräume. Dieser Kreis läuft im Gegensatz zum Brautag rund um die Uhr, über Wochen je Charge, und ist damit der Dauerläufer unter den Kreisläufen.
  • CO2-Verflüssigung und Schankkühlung: Auch hier arbeitet der Kälteträger in Produktnähe.

Lebensmittelecht: Glysofor L oder Glysofor F?

Lebensmittel Glykol Glysofor L – Propylenglykol für lebensmittelnahe Anwendungen

Glysofor L
der Standard für Brauerei-Kühlkreisläufe, auf Basis von Propylenglykol, lebensmittelhygienisch und physiologisch unbedenklich.

Glysofor F – Frostschutzmittel im Kanister für Heizungs- und Kühlsysteme

Glysofor F
besteht ausschließlich aus Nahrungsmittelzusatzstoffen und trägt die NSF-HT1-Zulassung. Die erste Wahl, wenn Audits oder Kundenvorgaben eine dokumentierte Zulassung für Kühlprozesse bei Herstellung und Lagerung von Lebensmitteln verlangen.

Für Audits stellen wir die Unterlagen zusammen: Spezifikationen, Sicherheitsdatenblätter und den Zulassungsnachweis. Die Frage kommt in Audits nach IFS, BRC oder bei Kundenaudits der Handelsketten regelmäßig, und wer den Nachweis erst dann sucht, verliert Zeit. Praktischer Tipp: Produktname, Konzentration und Fülldatum je Kreislauf im Hygienehandbuch dokumentieren, dann ist die Auditfrage in einer Minute beantwortet.

Auslegung: Konzentration nach Kreislauf

Die Konzentration richtet sich nach der tiefsten Solltemperatur des jeweiligen Kreises plus Reserve, der Eiswasserkreis braucht weniger Frostschutz als der Glykolkreis der Tankkühlung. Wählen Sie nicht höher als nötig, ein überdosierter Kreis wird zähflüssiger und verschlechtert den Wärmeübergang am Würzekühler. Die Werte je Konzentration und Temperatur liefert der Stoffdatenkalkulator, die einfüllfertige Mischung mit aufbereitetem Wasser nimmt Ihnen das Anmischen ab. Ein Punkt wird bei Erweiterungen oft übersehen: Wer neue Tanks an den bestehenden Glykolkreis hängt, vergrößert das Füllvolumen und verdünnt bei Nachfüllung mit Wasser unbemerkt den Frostschutz. Nach jeder Erweiterung deshalb Konzentration messen und mit Konzentrat oder Fertigmischung auf den Sollwert bringen.

Als Propylenglykol Frostschutzmittel bieten Glysofor L und Glysofor F herausragende Leistungswerte:

Frostschutz bis -11 °C bei 25%
Frostschutz bis -14 °C bei 30%
Frostschutz bis -18 °C bei 35%
Frostschutz bis -22 °C bei 40%
Frostschutz bis -26 °C bei 45%

Hygiene und Wartung

Verwenden Sie niemals reine Wasser-Glykol-Gemische ohne Inhibitorenausrüstung, sie wirken korrosiv und bieten keinen Schutz gegen Bewuchs. Glysofor L und F sind langfristig widerstandsfähig gegen Biofilmbildung, Fäulnis und mikrobiologische Zersetzung, gerade in Kreisläufen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt ein Dauerthema. Wichtig für die Einordnung: Der Glykolkreis ist vom CIP-System getrennt und wird nicht mitgereinigt, seine Hygiene steht und fällt mit der Qualität der Füllung und der Dichtheit der Wärmetauscher. In den Wartungsplan gehören der jährliche Frostschutz-Check und bei Auffälligkeiten die Laboranalyse: Unser Fluidanalytik-Labor prüft Frostschutzwert, pH-Wert und Inhibitorzustand und gibt eine klare Empfehlung. Ausgetauschte Füllungen nehmen wir zurück.

Verpackungsgrößen

Wir bieten folgende Gebindegrößen an:

  • 25 kg / 30 kg PE-Kanister
  • 220 kg PE-Fass
  • 1.000 kg IBC
  • 24.000 kg TKW

📞 Oder rufen Sie uns an: +49 (0) 2641 – 205100

Wir beraten Sie gerne kostenfrei und unverbindlich bei Produktwahl und Auslegung!

Häufige Fragen aus Brauereien

Glysofor L basiert auf Propylenglykol und ist lebensmittelhygienisch und physiologisch unbedenklich, dafür wird es in Brauereien und Molkereien seit Jahren eingesetzt. Wenn Ihr Audit eine dokumentierte Zulassung verlangt, ist Glysofor F mit NSF-HT1 die passende Stufe darüber, die Nachweise liefern wir mit.

Je Kreis unterschiedlich: Der Eiswasserkreis kommt mit weniger Frostschutz aus als der Glykolkreis der Gär- und Lagertankkühlung. Maßgeblich ist die tiefste Solltemperatur des Kreises plus Reserve, den exakten Wert liefert der Stoffdatenkalkulator. Überdosierung kostet Wärmeübergang und Pumpenenergie.

Genau für diesen Fall setzen Brauereien lebensmittelhygienisch unbedenkliche Glysofor Medien ein: Propylenglykol-basierte Kälteträger gefährden die Charge nicht so wie technische Medien. Trotzdem gilt: betroffene Charge bewerten, Leckage beheben, Füllung prüfen. Regelmäßige Dichtheitskontrollen am Würzekühler gehören in den Wartungsplan.

Ja. Glysofor L und F gibt es ab dem 25-kg-Kanister, als Konzentrat oder einfüllfertige Mischung. Für die typische 5- bis 20-Hektoliter-Anlage reicht meist ein Kanister- oder Fassgebinde, wir beraten bei der Mengenplanung.

Technisch wäre Ethylenglykol effizienter, es ist bei gleicher Temperatur dünnflüssiger. In Produktnähe ist es trotzdem die falsche Wahl, weil es nicht lebensmittelhygienisch unbedenklich ist und eine unbemerkte Leckage am Plattenkühler damit die Charge gefährdet. Ethylenglykol-Typen wie Glysofor N gehören in der Brauerei allenfalls in räumlich getrennte Kreise ohne jede Produktnähe, etwa den Rückkühler auf dem Dach hinter einem Trennwärmetauscher.

Ja. Eine Probe genügt, unser Labor bestimmt Glykolbasis, Frostschutzwert, pH-Wert und Inhibitorzustand. Ist die Füllung intakt, wird mit dem passenden Glysofor-Typ auf derselben Glykolbasis aufdosiert, unsere Produkte sind chemisch kompatibel mit marktüblichen Produkten gleicher Basis. Ist sie verbraucht, planen wir Spülung und Neubefüllung so, dass die Tankkühlung nicht länger als nötig steht.

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Wir beraten Sie gerne kostenfrei und unverbindlich, damit Sie das passende Produkt
für Ihren Einsatzzweck erhalten.