Glysofor für Kaltwassersätze und Rückkühler

Außen aufgestellte Rückkühler, Freikühler und Kaltwassersätze sind im Winter frostgefährdet, ein eingefrorener Wärmetauscher bedeutet Stillstand und einen teuren Schaden. Deshalb wird der Kreislauf mit einem inhibierten Glysofor Glykol-Wasser-Gemisch betrieben, dessen Konzentration zur Auslegungstemperatur des Standorts passt. Auf dieser Seite finden Sie die Produktwahl je Anwendung, die Auslegung mit Stoffdaten und die Wartungspunkte vor der Frostperiode.

Warum außen aufgestellte Kälteanlagen Frostschutz brauchen

Gefährdet ist jede Anlage, deren Kreislauf der Witterung ausgesetzt ist: Rückkühler und Freikühler auf dem Dach, außen aufgestellte Kaltwassersätze, die Verbindungsleitungen ins Gebäude. Kritisch sind gerade die Momente, in denen die Anlage nicht läuft, etwa Stillstandszeiten am Wochenende, ein Stromausfall oder die Winterpause einer Klimaanlage. Der Glykolanteil sorgt dafür, dass die Füllung auch dann nicht gefriert, mit Glysofor N zum Beispiel bis -16 °C bei 30 Vol.-% und bis -25 °C bei 40 Vol.-%.

Produktwahl nach Anwendung

Glysofor N – Ethylenglykol Frostschutzmittel für Heizungsanlagen und Kühlsysteme

Glysofor N

der Standard für technische Kühl- und Rückkühlkreisläufe, geeignet für Multimetallinstallationen aus Kupfer, Messing, Grauguss, Aluminium, Stahl und Lot.

Lebensmittel Glykol Glysofor L – Propylenglykol für lebensmittelnahe Anwendungen

Glysofor L
für lebensmittelnahe Kühlung, etwa in Molkereien, Brauereien und der Getränkeindustrie, sowie ökologisch sensiblen Anwendungsbereichen.

Produkt Glysofor ELM - niedrige Leitfähigkeit

Glysofor ELM
wenn extrem niedrige elektrische Leitfähigkeiten bei gleichzeitiger Kennzeichnungsfreiheit gefordert sind. Für höchste Anforderungen die inhibierte Variante ELM-KI.

Produkt Glysofor ELP - niedrige Leitfähigkeit

Glysofor ELP
wenn extrem niedrige elektrische Leitfähigkeiten bei gleichzeitiger Kennzeichnungsfreiheit gefordert sind. Für höchste Anforderungen die inhibierte Variante ELP-KI.

Auslegung: Frostschutz, Viskosität, Kälteleistung

Bei der Auslegung zählt mehr als der Frostschutzwert. Der Glykolanteil erhöht die Viskosität und senkt die Wärmekapazität des Mediums, das beeinflusst Kälteleistung, Durchfluss und Pumpenauslegung. Die Gerätehersteller geben dafür Korrekturfaktoren an, die Stoffdaten des Mediums je Konzentration und Temperatur finden Sie auf unseren Produktseiten und im Stoffdatenkalkulator. Deshalb gilt: so viel Glykol wie nötig, so wenig wie möglich.

Frostschutz bis -9 °C bei 20%
Frostschutz bis -16 °C bei 30%
Frostschutz bis -25 °C bei 40%
Frostschutz bis -38 °C bei 50%

Ablagerungen und Biofilme vermeiden

Verwenden Sie niemals reine Wasser-Glykol-Gemische ohne Inhibitorenausrüstung, sie wirken korrosiv. Alle Glysofor-Produkte sind vollinhibiert und langfristig widerstandsfähig gegen Biofilmbildung, Fäulnis und mikrobiologische Zersetzung, das schützt den Wärmeübergang im Rückkühler, der durch Beläge schleichend schlechter würde. Als Anmischwasser eignet sich ideal aufbereitetes Wasser. Sofern Sie Glysofor als einfüllfertige Mischung beziehen, wird Ihnen dieses Thema komplett abgenommen.

Vor der Frostperiode: Füllung prüfen

Einmal jährlich vor dem Winter den Frostschutzwert messen, mit Refraktometer oder Frostschutzprüfer dauert das wenige Minuten. Bei Auffälligkeiten wie Verfärbung, Geruch oder unklarer Historie prüft unser Fluidanalytik-Labor die Füllung auf Frostschutzwert, pH-Wert und Inhibitorzustand und gibt eine klare Empfehlung. Ausgetauschte Füllungen nehmen wir zurück.

Verpackungsgrößen

Wir bieten folgende Gebindegrößen an:

  • 25 kg / 30 kg PE-Kanister
  • 220 kg PE-Fass
  • 1.000 kg IBC
  • 24.000 kg TKW

📞 Oder rufen Sie uns an: +49 (0) 2641 – 205100

Wir beraten Sie gerne kostenfrei und unverbindlich bei Produktwahl und Auslegung!

Häufige Fragen zu Glykol in Kälteanlagen

Maßgeblich ist die tiefste zu erwartende Temperatur am Aufstellort plus eine Sicherheitsmarge, in Deutschland läuft das meist auf 30 bis 40 Vol.-% hinaus. Als Faustregel sollte der Glykolanteil im Dauerbetrieb nicht unter 20 Vol.-% liegen, stark verdünnte Gemische können mikrobiologisch anfällig werden und zu Wirkungslücken in der Korrosionsinhibierung führen.

Gegenüber reinem Wasser sinkt die Leistung je nach Konzentration und Temperatur um einige Prozent, weil das Gemisch zähflüssiger ist und weniger Wärme je Liter transportiert. Die Gerätehersteller geben dafür Korrekturfaktoren an, die Grundlage dafür liefern unsere Stoffdaten. Mit Glysofor E fällt der Effekt durch die niedrige Viskosität geringer aus.

Die einfüllfertige Mischung mit aufbereitetem Wasser ist die sicherste Wahl, Konzentration und Wasserqualität stimmen ab Werk. Das Konzentrat lohnt sich bei eigener Wasseraufbereitung oder wenn Frachtkosten optimiert werden sollen.

Nicht einfach nachfüllen. Eine Probe in unser Labor geben, geprüft werden Frostschutzwert, pH-Wert und Inhibitorzustand. Ist die Füllung verbraucht oder verschlammt, hilft nur Spülen und Neubefüllen mit korrekt angesetzter Mischung. Bei Nachfüllung fragen Sie uns gerne hinsichtlich der Kompatibilität mit dem Bestandsprodukt an.

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Wir beraten Sie gerne kostenfrei und unverbindlich, damit Sie das passende Produkt
für Ihren Einsatzzweck erhalten.