Beschreibung
Glysofor ELM-KI ist ein hochleistungs Low-Conductivity-Wärmeträger auf Basis eines High Puity Monoethylenglykols, das mittels eines speziellen Herstellungsverfahrens eine besonders niedrige elektrische Leitfähigkeit aufweist. Gleichzeitig besitzt das Produkt eine komplexe, Leitwert-neutrale Korrosionsinhibierung wodurch es einen ausgezeichneten Korrosionsschutz für eine Vielzahl von Metallen und Legierungen gewährleistet, wie sie typischerweise in Wasserkreisläufen und Kühlsystemen verwendet werden. Die Inhibierung berücksichtigt insbesondere Kupfer, Messing, Lote, Stahl, Gusseisen und Aluminium, unabhängig von den Legierungen die vorliegen und ebenfalls unabhängig von der Gewichtung des einzelnen Metalls im Gesamtsystem.
Das Produkt wird insbesondere in technischen Anwendungen eingesetzt, bei denen extrem geringe elektrische Leitfähigkeiten erforderlich sind.
Gegenüber Produktvarianten auf MPG-Basis, zeichnet sich Glysofor ELM-KI durch insgesamt bessere thermodynamische Eigenschaften aus, da es vergleichsweise bessere Wärmeleitfähigkeiten, geringere Viskositäten oder bessere Frostsicherheiten bietet. Hierdurch ergeben sich maximale Wirkungsgrade, die zu höheren Anlageneffizienzen beitragen.
Glysofor ELM-KI ist sowohl als hochkonzentrierte Reinstware als auch als gebrauchsfertige wässrige Lösung lieferbar. Die Herstellung der gebrauchsfertigen Lösungen erfolgt ausschließlich mit Reinstwasser, das eine elektrische Leitfähigkeit von unter 0,1 µS/cm aufweist.
In Wasserkreisläufen werden Frostschäden, Korrosion, Ablagerungen, Verschlammung oder Biofilme durch Glysofor ELM KI optimal verhindert.
Das Produkt ist sowohl als Konzentrat als auch in Verdünnung mit Wasser in die niedrigste Wassergefährdungsklasse WGK 1 eingestuft.
| Spezifischer elektrischer Widerstand bei 20 °C (M ohm cm) | mind. 10 |
| Spezifische elektrische Leitfähigkeit bei 20 °C (μs/cm) | max. 0,1 |
| Dielektrizitätskonstante | ca. 40 |

Glysofor ELM KI ist mit Wasser, Ethanol, Butanol, Butylacetat und Aceton in jedem Verhältnis mischbar.
Für eine nachträgliche Einstellung von Lösungen liefern wir ein hochreines Wasser, mit einer elektrischen Leitfähigkeit < 0,1 µs/cm.
Typische Anwendungsgebiete
Wässrige Lösungen von Glysofor ELM-KI kommen in Wasserkreisläufen zum Einsatz, in denen extrem niedrige elektrische Leitwerte erforderlich sind.
Verpackungsgrößen
- 10 kg Kanister
- 25 kg Kanister
- 25 kg Kanister
- 220 kg Fass
- 1.000 kg IBC
- 24.000 kg Tanklastwagen
Die thermodynamischen Eigenschaften und weitere spezifische Produktmerkmale als PDF zum Download.
Frostschutz
in Abhängigkeit von der Konzentration
| Chem. Bezeichnung | 1.2 Ethandiol |
|---|---|
| Aussehen | farblose Flüssigkeit |
| Verpackung | Kanister / Fässer / IBC / Tankwagen |
| ADR | KI 0 Ziff |
| WGK | 1 |
| Kennzeichnung | GHS 07 – H302, GHS 08 – H373 |
Frostschutzmittel
Glysofor ELM-KI setzt den Gefrierpunkt von Wasser deutlich herab und verhindert so in Wasserkreisläufen und Kühlsystemen ein Einfrieren.
Wasserkreisläufe können mit Glysofor ELM auch bei Frost vorübergehend abgeschaltet werden, bleiben jedoch jederzeit funktionsbereit. Homogen gemischte wässrige Lösungen entmischen sich bei einem Anlagenstillstand nicht.
Anwendung in der Elektromobilität
Glysofor ELM-KI ist ein das bevorzugte Kühlmittel mit sehr niedriger elektrischer Leitfähigkeit (< 100 µS/cm) für den Einsatz in Elektrofahrzeugen und Hochvoltsystemen. In modernen E-Fahrzeugen ist ein präzises und sicheres Thermomanagement entscheidend, da Batterien, Leistungselektronik und Elektromotoren während des Betriebs und Ladevorgangs erhebliche Wärmemengen erzeugen.
Insbesondere bei Coldplate-Batteriekühlungen, bei denen das Kühlmedium in unmittelbarer Nähe zu Hochvoltkomponenten zirkuliert, bietet Glysofor ELM-KI ein hohes Maß an elektrischer Sicherheit. Die dauerhaft niedrige Leitfähigkeit reduziert das Risiko von Kurzschlüssen, elektrochemischer Korrosion und Gasbildung selbst im Fall von Leckagen deutlich.
Im Vergleich zu konventionellen Kühlmitteln unterstützt Glysofor ELM-KI eine effiziente Wärmeabfuhr, stabile Betriebstemperaturen und damit eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit von Batterie- und Antriebssystemen. Dies trägt maßgeblich zur verlängerten Lebensdauer kritischer Komponenten, zur Energieeffizienz sowie zur Betriebssicherheit von Elektrofahrzeugen bei.
Glysofor ELM-KI erfüllt die Anforderungen relevanter internationaler Normen wie ASTM D8566 und GB/T 29743.2 und eignet sich damit ideal für den Einsatz in zukunftsorientierten Fahrzeugkonzepten und elektrifizierten Plattformen.
Vorteile:
• Hohe elektrische Sicherheit auch bei Leckagen
• Dauerhaft stabile, niedrige elektrische Leitfähigkeit
• Zuverlässiger Korrosionsschutz für Aluminium und Kupfer
• Hohe thermische und chemische Stabilität
• Einfache Integration in bestehende Kühl- und Thermomanagementsysteme
Ergebnis:
Mehr Sicherheit, längere Batterielebensdauer und zuverlässige Performance in modernen Elektrofahrzeugen.
Anwendung in der Schweißtechnik
Glysofor ELM KI ist ein flüssiges Kühlmittel für technische Kühlsysteme mit hoher thermischer Belastung und erhöhten Anforderungen an die Medienreinheit. Es eignet sich besonders für die Kühlung flüssiggekühlter Schweißbrennersysteme bei hohen Stromstärken und langen Einschaltdauern, bei denen gasgekühlte Systeme an ihre Grenzen stoßen.
Dank seiner sehr niedrigen elektrischen Leitfähigkeit, deutlich unter den empfohlenen Grenzwerten der Gerätehersteller, reduziert Glysofor ELM KI das Risiko von elektrochemischer Korrosion erheblich. Kupfer-, Messing-, Lötzinn- sowie Stahl-, Eisen- und Aluminiumbauteile werden zuverlässig geschützt, während Elektrokorrosion, Ablagerungen und Verstopfungen im Kühlsystem deutlich minimiert werden.
Glysofor ELM KI gewährleistet eine effiziente Wärmeabfuhr, stabile Temperaturen und den langfristigen Schutz von Schweißbrenner, Kühlkreislauf, Pumpe, Tank, Kühler und Stromquelle. Es ist für den Dauerbetrieb in Umlaufkühlgeräten und flüssiggekühlten Schweißsystemen ausgelegt und stellt eine sichere, langlebige Alternative zu Wasser dar.
Anwendung im Umfeld elektrischer Hochspannung
Glysofor ELM KI hat sich als bevorzugter Wärmeträger für Kühlanwendungen in der Leistungselektronik etabliert, insbesondere bei Frequenzumrichtern, Gleichrichtern sowie in Mittel- und Hochspannungsanwendungen.
Das Produkt wird in der direkten Kühlung eingesetzt, zum Beispiel bei Leistungshalbleitern wie IGBT-Modulen, Cold Plates und Kühlplatten.
Aufgrund seiner sehr niedrigen elektrischen Leitfähigkeit und seiner komplexen Inhibierung, die bewusst auf ionische Komponenten verzichtet, reduziert Glysofor ELM KI zuverlässig das Risiko von Kriech- und Ableitströmen, die Zerstörung von IGBT-Modulen sowie elektrochemische Korrosion an allen im Kühlkreislauf eingesetzten Materialien.
Durch seine elektrisch isolierenden Eigenschaften trägt der Wärmeträger zur langfristigen Vermeidung galvanischer Korrosion bei und unterstützt damit das Isolationskonzept der gesamten Anlage.
Gleichzeitig erleichtert Glysofor ELM KI die Einhaltung relevanter Normanforderungen, etwa im Hinblick auf Isolationskoordination, Ableitstrombegrenzung und den Schutz gegen elektrischen Schlag gemäß IEC- und VDE-Vorgaben, abhängig von der jeweiligen Anlagenkonzeption.
Aufgrund dieser besonderen Formulierung ist Glysofor ELM KI mit einem Leitwert < 0,1 μS/cm für den Einsatz im Primärkreislauf geeignet.
Anwendungsrichtlinien
Verzinkte Bauteile sind zu vermeiden, da Zink gegenüber Glykol und glykolhaltigen Produkten generell unbeständig ist.
Diese Eigenschaft betrifft demnach auch alle glykolischen Frostschutzmittel, da es herstellerübergreifend keine Möglichkeit der Inhibierung für Zink gibt. Sollte eine Verzinkung im Laufe des Anlagenbetriebs einen Schaden nehmen, wäre der darunterliegende Stahl wiederum durch das enthaltene Inhibitorenpaket geschützt.
Sofern eine Ablösung der Zinkschicht erfolgt, wird dies in feinsten Partikeln geschehen. Die Zinkpartikel sind im Hinblick auf die Korrosionssituation in der Anlage neutral und können je nach Umfang und Bedarf abgefiltert werden.
Im Hinblick auf die extrem hohe Reinheit darf Glysofor ELM KI nicht mit anderen Produkten oder Stoffen verunreinigt werden. Für eine kontinuierliche Reinhaltung im Anlagenbetrieb ist es möglich, die niedrigen Leitfähigkeiten durch Ionenaustausch zu erhalten. Eine Überhitzung sowie Temperaturen oberhalb des Siedepunktes sind grundsätzlich zu vermeiden, da dies zu einer Beschädigung und vorzeitigen Alterung führen kan
GHS 07 – H302, GHS 08 – H373